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Pressemeldungen Horn

Neuer Name für die „Patho“ im Landesklinikum Horn

HORN – Die Umbenennung auf „Institut für klinische und molekulare Pathologie“ soll den Wirkungsbereich dieses Faches verdeutlichen. Früherkennung und Therapie sind die Schlüsselworte eines oft verkannten Fachgebietes.


In Fernsehfilmen wird das Arbeitsgebiet der PathologInnen häufig mit dem der GerichtsmedizinerInnen verwechselt. Tatsächlich liegt der Aufgabenbereich der FachärztInnen für Pathologie in der Diagnostik von Erkrankungen und damit der Basis für eine gezielte Therapiewahl. Dazu zählen neben der Abklärung von infektiösen Erkrankungen  vor allem Gewebeuntersuchungen für die Krebsdiagnostik und die für die Prävention entscheidende Frühdiagnostik (z.B. PAP-Abstrich).

In der Onkologie findet derzeit ein Paradigmenwechsel hin zur „personalisierten Medizin“ statt. Damit gewinnen innerhalb der Krebsdiagnostik, der Kernkompetenz der PathologInnen, molekulare Methoden zunehmend an Bedeutung. Unter den zahlreichen möglichen genetischen Veränderungen von Tumoren werden jene identifiziert, die für die Wahl einer individuellen, zielgerichteten Therapie entscheidend sind: Das molekulare Profil des Tumorgewebes wird erstellt, das heißt, die Schwachstelle der Tumorzelle identifiziert, wodurch gezielt behandelt werden kann.
Mit dieser wichtigen Rolle der Pathologie verbunden ist die gesetzlich verpflichtende Teilnahme von PathologInnen an den interdisziplinären Tumorboards (Tumorkonferenzen), in denen die Behandlungsentscheidungen individuell für jeden Krebspatienten getroffen werden.

In Übereinstimmung mit der neuen Fachbezeichnung wurde daher das pathologische Institut am Landesklinikum Horn auf „Institut für klinische und molekulare Pathologie“ umbenannt. Institutsleiterin Prim.a Dr. Gabriele Benetka fasst zusammen: „Durch diese Umbenennung haben wir jetzt auch die Fachbezeichnung auf unser tatsächliches Aufgabengebiet angepasst.“

 

Bildtext
Am Institut für klinische und molekulare Pathologie am LK Horn werden mittels PCR und NGS (Next Generation Sequencing) molekulare Eigenschaften von Tumorzellen untersucht – diese können Angriffsziele moderner Medikamente sein.
©schewig fotodesign


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